Tettnanger Fechter im Landesfinale „Jugend trainiert“

Für das Finale von „Jugend trainiert …“ mit den Besten aus Baden-Württemberg im Bundesstützpunkt Tauberbischofsheim hatte sich die Startgemeinschaft der Realschule Tettnang und des Montfort-Gymnasiums in Balingen qualifiziert. Obwohl die Tettnanger-Equipe zu den jüngsten gehörte, belegten Noah Eser, Alexander Neumeister, Noel Rilling und Paul Stohr unter den sechs Finalisten den bemerkenswerten vierten Platz.

Der Auftakt in den U17-Wettbewerb war für die U13- und U14-Tettnanger ein Sprung ins kalte Wasser. Mit der Mannschaft des Matthias Grunewald-Gymnasiums Tauberbischofsheim standen ihnen nicht nur Fechter der ältesten beiden Jahrgänge sondern auch die Drittplatzierten des Kadettenweltcups in Wien/Mödling des Vortags gegenüber. Gegen die Besten der deutschen U17 konnten die TSV-Vertreter als Achtungserfolge nicht mehr als einzelne Treffer für sich verbuchen. Der zweite Gegner in der Finalrunde, Tauberbischofsheim II ließ nicht wesentlich bessere Chancen vermuten, doch die junge Mannschaft fand ins Turnier. Allerdings konnten die Tettnanger nur jedem zweiten Treffer einen Gegentreffer entgegen setzten. Auch gegen die Mannschaft Baden-Baden 1 war der Altersunterschied erdrückend. Nach einigen Gefechten zollten die Schüler dem Turnierverlauf gegen ausschließlich ältere Gegner ihren Tribut und mussten erneut die Waffen strecken.

Die kurze Mittagspause konnten die TSV-Vertreter zur Erholung nutzen und sich auf ihre letzten beiden Matches vorbereiten. Endlich stand mit Baden-Baden 3 eine gleichaltrige Mannschaft auf der Planche und sofort zeigten die Attacken wieder wie gewohnt ihre Wirkung. Die Laune stieg von Gefecht zu Gefecht und die Mannschaft konnte einen deutlichen Sieg erfechten. Als letzter Gegner der Finalrunde stand mit Baden-Baden 2 ein Team auf Augenhöhe gegenüber, dessen Mitglieder nur etwas älter waren. Noel Rilling brachte die Tettnanger zu Beginn in Führung, bevor Baden-Badens Nummer Eins keine Blöße bot und Noah Eser Punkt für Punkt abluchste. Die offene Rechnung trieb Eser mit eisernem Willen in seinem nächsten Gefecht selbst ein und brachte die Mannschaft wieder heran. Die lange ausgeglichene Partie entschied Alexander Neumeister mit einem Husarenritt vor und übergab ein komfortables 40:32 an den Schlussfechter. Die Schlussoffensive der Baden-Badener zeigte zuerst Wirkung ehe der Routinier Noel Rilling diese mit eigenen Angriffen konterte und mit dem 44:38 den Tettnangern den Sieg und den vierten Platz im Landesfinale sicherte.